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Eine süße Hundeadoptionsgeschichte

21.12.2014
by Ivana
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Ich möchte euch gerne von einer lieben Freundin, Mira, und ihrem Hund, Bosna, erzählen. Viele von euch werden jetzt über den Hundenamen verwundert sein. Ja, der Hund ist nach dem Land, aus dem er stammt benannt. Mira arbeitet für die ERSTE Stiftung in Wien und war auf einer Geschäftsreise in Bosnien und Herzegowina als sie einen süßen Vierbeiner entdeckte und sich auf den ersten Blick verliebte. Der Hund ging Mira auch nach ihrer Rückkehr nach Wien nicht mehr aus dem Kopf und so beschloss sie ihn zu adoptieren. Einen Hund innerhalb der Europäischen Union zu adoptieren ist um einiges leichter als einen Hund aus einem europäischen Staat, welcher der Union nicht angehört, zu sich zu nehmen. Mira wird uns bissi was darüber erzählen. Vorab möchte ich noch erwähnen, dass Bosna ein Straßenhund war. Leider gibt es auf dem Balkan viel zu viele heimatlose Tiere und ich hoffe, die einzelnen Länder arbeiten daran, das Poblem in den Griff zu bekommen. Ich weiß zum Beispiel, dass mein Heimatland Serbien erste Maßnahmen ergriffen hat und ich hoffe die anderen Länder auch. Doch der Weg ist lang und die Situation ist äußerst herzzerreißend. Aber nun zurück zu Mira und ihrem Hund Bosna. Hier das Interview:

Warum hast du dich für die Adoption eines Hundes entschieden?
Ich liebe Hunde. Mein letzter Hund, Leo, verstarb vor einem Jahr und obwohl ich nicht zu 100% für einen neuen Hund bereit war, konnte ich einfach nicht widerstehen. In Bosnien gibt es so viele Straßenhunde. Wer einen Hund adoptieren möchte, hat eine große Auswahl.
Wie lange hat der Adoptionsprozess gedauert?
Über einen Monat. Ich musste natürlich zurück nach Wien, aber ich hatte zwei Kollegen von der Organisation „Bauern helfen Bauern“, die sich um alles gekümmert hatten, um die Verpflegung des Hundes, um die Tierarztbesuche sowie um das Ausreisedokument.
Wie hat der Hund die Adoption vertragen?
Am Anfang war es nicht leicht. Bosna war sehr verängstigt. Sie hatte mich nicht erkannt und sie wusste natürlich nicht, was da vor sich geht. Sie so zu sehen, hatte mich für einen kurzen Augenblick daran zweifeln lassen, ob ich mit der Adoption die richtige Entscheidung getroffen hatte. Sie war sehr gestresst, so dass ich eine Woche Urlaub genommen hatte, um ihr bei der Eingewöhnungsphase zu helfen. Zunächst musste sie an Gewicht zunehmen, sie wog nur 6kg. Jetzt ist sie 12kg schwer.

Wie alt war Bosna als du sie zu dir genommen hast?
7 Monate.
Welche Impfungen und Dokumente hattest du gebraucht?
Tollwutimpfung und weitere für Welpen notwendige Vakzinationen. Sie musste gechippt werden und sie brauchte ein Ausreisezertifikat.
Warum hast du dich für den Namen Bosna entschieden?
Dieser Name war zu Beginn nur ein Arbeitstitel für das Projekt Adoption. Es war nie gedacht, dass sie den Namen behält. Zuerst schien der Hund sehr sensibel und zart zu sein und ich fand, dass der Name nicht zu ihrem Charakter passt. Doch dann stellte sich heraus, dass sie temperamentvoll und taff ist. Diese Assoziationen verbinde ich mit Bosnien, also hat der Name nun doch gepasst. Wenn ich sauer auf sie bin, dann nenne ich sie Herzegowina 🙂 Ich weiß, dass dies nicht politisch korrekt ist, aber ich meine nichts Schlechtes damit.
Hättest du einen Rat für jene, die eine Hundeadoption in Betracht ziehen?
Geduldig sein. Gerade zu Beginn, bis der Hund sich an die neue Umgebung gewöhnt und alles gelernt hat. Wir mussten zum Beispiel ständig zum Tierarzt rennen, da Bosna starke Hautprobleme hatte.
Danke an Mira für das Interview! Falls ihr wissen wollt, wie die Adoption von Flacky abgelaufen ist, könnt ihr das hier nachlesen.